Work-Life-Bullshit! Warum Sie Harmonie weiter bringt

Heute war ich bei der Eröffnung einer Ausstellung eines Freundes. Dabei ist mir ein Bild ins Auge gesprungen mit dem Titel: „Ich lebe in Balance.“

Klar, da war unweigerlich sofort die Work-Life-Balance in meinem Kopf.

Ich habe bereits ein Video mit den fünf Gründen gedreht, warum die Work-Life-Balance für mich kein erstrebenswertes Modell ist. Daran hat sich auch nichts geändert.

Im heutigen Beitrag zeige ich Ihnen meine Alternative zur Work-Life-Balance – die Lebensharmonie oder Harmony of Life (für die Fans der englischen Sprache).

Ich bin ein großer Fan der Idee, die hinter der Work-Life-Balance steht: Ein ausgewogenes Leben, in dem alles seinen Platz hat und ich zufrieden meinen Weg gehe. Soweit ist zumindest meine Interpretation des Ganzen.

Leider bringt mich dabei das Bild der Waage, also der Balance von Arbeit und Leben, nicht weiter und weil ich ein stark visueller Mensch bin, brauche ich einen anderen Ansatz.

Ich möchte ein Bild im Kopf haben, das mir viel Ruhe gibt, Stress wegnimmt und auch Zugeständnisse ermöglicht. Genau das habe ich (für mich) mit der Lebensharmonie erreicht.

Grundsätzlich ermutige ich Sie, sich Ihre eigenen Konzepte und Ideen auszudenken. Nehmen Sie Vorhandenes auf und passen Sie es so für sich an, dass es funktioniert. Bei allem.

Vielleicht bringt Sie die Lebensharmonie auch weiter, als die Work-Life-Balance je konnte. Denn oftmals reicht allein schon die Änderung des Blickwinkels.

Harmonie statt Balance

Bei der Work-Life-Balance gibt es nur eine sehr eingeschränkte Betrachtungsweise.

Es gibt auf der einen Seite die Arbeit (die in diesem Modell irgendwie als das Böse dargestellt wird) und es gibt das Leben.

Nun, ich kenne genug Menschen, die Ihre Arbeit lieben, daraus Kraft und Freude schöpfen und das auch, wenn Sie 80 Stunden oder mehr in der Woche damit verbringen.
Also irgendwas stimmt an dem Modell wohl nicht.

Es geht aus meiner Sicht nicht (nur) darum eine Balance zu finden, sondern die einzelnen Lebensbereiche in Harmonie zueinander zu bringen, so dass diese ein schönes Gesamtes ergeben, in dem Sie gerne leben und sich gerne bewegen.

Balance auf einer Party? Oje…

Stellen Sie sich einmal vor, Sie geben eine Party. Auf dieser Party haben alle Gäste Spaß, lachen viel und tanzen. Es sind sehr viele Leute da und Sie haben einfach keine Chance sich mit allen Personen zu unterhalten, obwohl Sie alle (oder zumindest die meisten) Anwesenden sehr mögen und gerne Zeit für Sie finden würden.

Würden Sie hier nun eine Balance schaffen müssen, hätten Sie mit Sicherheit keine schöne Zeit. Sie müssten genau darauf achten, dass Sie jeden Gast gleich behandeln. Ihm oder ihr die gleiche Menge an Zeit und Aufmerksamkeit schenken, so dass sich niemand ausgegrenzt oder benachteiligt fühlt.

Sicherlich kein toller Ansatz, um einen schönen Abend im Kreise Ihrer Familie und Freude zu verbringen.

Der harmonische Ansatz

Jetzt stellen Sie sich Ihr Leben als Party vor. Genau die gleiche Party, wie im vorigen Beispiel. Ja, das geht. Strengen Sie sich ruhig ein bisschen an.

Auf dieser Party sind wieder viele Gäste. Doch es sind neben Ihrer Familie und Freude, auch noch weitere Lebensbereiche, Wünsche, Ziele, Projekte, Ideen, Aufgaben und Vorstellungen da. (Jetzt wird es so richtig abgefahren.)

Diese tolle Ansammlung an großartigen Gästen Ihres Geistes oder Ihrer Realität sind dort versammelt und haben gemeinsam eine tolle Zeit.

Jetzt müssen Sie jedoch keine Balance schaffen, sondern Sie wählen den harmonischen Ansatz. Denn Sie wissen, dass die Zeit unmöglich ausreicht, um sich allem und jedem in gleicher Weise zu widmen.

Sie stehen also 60 Minuten bei Ihrer Arbeit und genießen diese Zeit, weil es Ihnen einfach Spaß macht. Mit einem Lächeln im Gesicht schlendern Sie weiter und bleiben bei Ihrer Familie stehen. Sie unterhalten sich kurz, lachen gemeinsam, prosten sich zu und nach 10 Minuten schlendern Sie weiter.

Sie haben in der Ecke Ihr neues Projekt entdeckt und steuern zielstrebig darauf zu. Ins Gespräch vertieft, merken Sie gar nicht, wie schnell die Zeit vergangen ist und zwei Stunden später blicken Sie auf die Uhr und eisen sich los.

Sie begrüßen noch kurz den Sport, bevor Sie sich im Garten auf der Bank zum Lebensbereich Erholung setzen.

Dort bleiben Sie für den restlichen Abend und genießen das Ambiente und die Stimmung der Party, die ohne Sie niemals stattgefunden hätte.

Ihre Finanzen, Freunde und Ihre Spiritualität kommen zu Ihnen, um sich zu verabschieden.

Sie blicken in fröhliche Gesichter. Niemand beschwert sich, dass Sie sich keine Zeit genommen haben. Sie sind dankbar, dass Sie an sie gedacht und sie eingeladen haben. Sie wissen auch, dass Sie sich wieder mehr Zeit für sie nehmen, sobald es für Sie passt.

Nachdem alle Gäste gegangen sind, machen Sie das Licht aus. Gehen ihn Ihr Schlafzimmer und legen sich mit einem zufriedenen Lächeln ins Bett. In dieser Nacht werden Sie richtig gut schlafen. Es war ein toller Tag und Sie freuen sich schon auf den nächsten.

 

 

Vielleicht stehen Sie, wie ich, dem Bild der Lebensharmonie auch näher, als dem der Work-Life-Balance. Vielleicht betrachten und interpretieren Sie die Work-Life-Balance ganz anders als ich und komme damit prima zurecht.

So oder so, es ist doch immer schön, mehrere Wahlmöglichkeiten zu haben. Falls Sie die Work-Life-Balance also nicht voran bringt, dann experimentieren Sie doch einfach mal mit der Lebensharmonie.

Ich hoffe, Sie verwenden das, was Sie am Abend zufrieden den Tag beenden lässt.

Vielleicht haben Sie auch einen ganz anderen, eigenen Ansatz entwickelt und möchten diesen mit uns teilen. Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie Ihre Meinung zu diesem Thema ist. Schreiben Sie sie mir in den Kommentaren.

6 Comments

  • Dominik

    Reply Reply 18. April 2016

    Hallo Mathis, danke für diesen Beitra!. Damit trifft du den Nagel auf den Kopf. So sehe ich das auch. Es kann immer nur um die gesamte Lebensharmonie gehen und die ist entscheidend für Glück und Wohlbefinden. Alles spielt zusammen, ist immer miteinander verbunden und ergibt dann (d)ein „Lebensbild“:-)

    • Mathis Uchtmann

      Reply Reply 24. April 2016

      Danke für Dein Feedback, Dominik!
      Schön auch, wie Du es gleich auf das gesamte Lebensbild projizierst. Klasse!

  • Melanie

    Reply Reply 18. April 2016

    Vielen Dank für die tollen Gedanken. So hab ich es noch nie gesehen… Aber es ist absolut richtig!

    • Mathis Uchtmann

      Reply Reply 24. April 2016

      Vielen Dank für das Feedback. So, freut mich das Schreiben noch mehr. 🙂

  • Gerda Hoffmann

    Reply Reply 18. April 2016

    Hallo Herr Uchtmann, wow – eine wunderbare Geschichte. Bestimmt wird das Leben viel leichter, wenn wir es schaffen, unseren verschiedenen Lebensbereichen und Aufgaben mit Wertschätzung und mit einem Lächeln zu begegnen! Unser Gehirn liebt ja bekanntlich Geschichten und deshalb ist es leichter, sich immer wieder daran zu erinnern. Damit das wirklich passiert werde ich noch einen Anker setzen und auf meinen „Erinnerungszettel“ Lebensharmonie schreiben und mit einem Smylie versehen :-). Herzlichen Dank und weiter viel Erfolg!!!

    • Mathis Uchtmann

      Reply Reply 24. April 2016

      Das ist großartig, Frau Hoffmann!
      Ich bin sicher, dass das so funktioniert. Wirklich klasse, wir Sie sofort in die Umsetzung gehen. Daumen hoch!
      Danke für das Feedback!

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