Strategie aufschieben Übersicht

 

OK, Hand auf’s Herz: Wann haben Sie das letzte Mal eine Aufgabe aufgeschoben?

Wenn Sie in diesem Punkt, zum Großteil der Menschen gehörst, dann liegt das gar nicht so lange zurück.

Wir schieben Aufgaben regelmäßig auf und daran ist auch gar nichts auszusetzen, solange es in einem kontrollierten Rahmen erfolgt.

Die Gründe für das Aufschieben von Aufgaben sind vielfältig und deren Lösungen ebenso.

Heute habe ich eine Strategie für Sie, die Ihnen mehr Ruhe und weniger Belastung in Ihrem Alltag sichern soll.

Sie basiert auf zwei Annahmen:

  1. Sie sind gewillt früh zu starten, schaffen es jedoch nicht – warum auch immer.
  2. Es ist der Akt des Aufschiebens, der Stress erzeugt – nicht die Aufgabe selbst.

Sie möchten frühzeitig starten, um die Aufgabe in Ruhe zu erledigen. Im nächsten Moment erleben Sie sich jedoch dabei, dass Sie die Aufgaben immer wieder auf den nächsten Tag schieben.

Und den Nächsten. Und den Nächsten …

Das machst Sie solange, bis es einfach nicht mehr weiter geht und Sie gezwungen sind die Aufgabe zu erledigen.

Hier kommt also die Strategie und ich bin sehr auf Ihre Meinung gespannt. (Posten Sie sie als Kommentar.)

Hinweis: Die Vorgehensweise ist nur sinnvoll anwendbar auf Aufgaben mit einem Endtermin.

Für Aufgaben ohne Endtermin lesen Sie hier weiter.

Betrachten Sie die folgende Grafik:

Der Starttermin wird immer weiter aufgeschoben.
Der Starttermin wird immer weiter aufgeschoben.

 

Die Aufgabe besitzt ein Enddatum. Sie legen einen frühen Starttermin fest, dass Sie genug Zeit haben, um sie in Ruhe zu erledigen.

Aus verschiedenen Gründen verschieben Sie den Starttermin jedoch immer wieder auf den nächsten Tag.

Das machen Sie solange, bis Sie notgedrungen loslegen müssen, weil Sie sonst Gefahr laufen nicht mehr rechtzeitig fertig zu werden.

Jedes Aufschieben belastet Sie – bewusst oder unbewusst.

Und die Belastung wird mit jedem Tag größer.

Das schlechte Gewissen nimmt zu.

Sie sind unzufrieden und genervt, dass Sie es (wieder) nicht schaffen die Aufgabe zu beginnen.

Sie denken niedergeschlagen: “Eigentlich sollte ich ja …“.

Hier ist also eine mögliche Lösung, die funktionieren könnte, Sie zu entlasten.

Lege den Starttermin auf den letztmöglichen Termin.
Lege den Starttermin auf den letztmöglichen Termin.

Wenn Sie ehrlich sind, schieben Sie die Aufgabe ohnehin auf. Da wäre es doch von Vorteil, die damit verbundene Belastung zu verringern bzw. zu vermeiden, oder?

Legen Sie den Starttermin der Aufgabe also gleich auf den letztmöglichen Anfangstermin – also jenen Termin, bei dem Sie gezwungen sind loszulegen.

Die Aufgabe erscheint erst wieder auf Ihrem Radar, wenn Sie wirklich loslegen müssen.

Klar haben Sie dann einen Zeitdruck.

Nur … brauchen Sie diesen Druck nicht ohnehin, um überhaupt loszulegen?

Wenn Sie ehrlich zu sich sind, hätten Sie wahrscheinlich auch so gewartet bis zur letzten Sekunde.

Bislang sind Sie mit offenen Augen in den Terminstress gerannt.

Jetzt planen Sie den Druck gezielt, und sind, in den Tagen oder Wochen davor, zumindest von der Belastung verschont die Aufgabe immer wieder auf den nächsten Tag zu schieben.

Das wirklich spannende daran ist, dass es sogar schon Leute gegeben hat, die allein durch die Vorstellung die Aufgabe so knapp vor den Termin zu legen, sofort angefangen haben zu arbeiten und die Aufgabe in Ruhe – frühzeitig – abgeschlossen haben.

Der spätere Druck hat sie vorher schon erreicht und zum Loslegen bewegt.

Falls Sie noch nicht ganz überzeugt sind, hier ist Ihr kleines Schlupfloch: Legen Sie Ihren Starttermin ein kleines bisschen früher, als den letztmöglichen Starttermin (z.B. 2 Tage vorher).

Vielleicht sind Sie dadurch motiviert zu beginnen. Vielleicht verschieben Sie die Aufgabe jedoch auch wieder und starten auf den letzten Drücker.

Dann hatten Sie zumindest ein bisschen mehr Ruhe als sonst.

Lassen Sie mich wissen, wie es Ihnen ergangen ist: Haben Sie die Strategie angewendet?

Waren Sie vielleicht – auf wundersame Weise – plötzlich motiviert früher zu starten? Oder haben Sie weiterhin jede Frist knallhart ausgereizt und erst begonnen, wenn es gar nicht mehr anders ging?

Diese Strategie kann nur für Aufgaben mit einem Endtermin klappen. Was Sie bei Aufgaben ohne Endtermin machen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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