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9.    Ultimativer Zeitspartipp:

Sage "Nein" zu neuen Aufgaben

Benutze "Nein" viel häufiger in Deinem Alltag. Sage es freundlich mit einem Lächeln, jedoch bestimmt.

Quicktipps für ZeitStyler

Sage “Nein”

  • wenn Dich jemand um einen Gefallen bittet, den Du nicht machen möchtest.
  • wenn Dir jemand eine Aufgabe übertragen möchte, die (auch) in sein Aufgabengebiet fällt.
  • wenn Du keine Lust auf einen Termin hast (egal, ob beruflich oder privat ).
  • wenn ein Kunde etwas verlangt, dass Du nicht erbringen kannst.
  • zu einem Kunden, mit dem Du nicht zusammenarbeiten möchtest.
  • zu einem Kunden, der Dich mehr Zeit und Nerven kostet als Nutzen bringt.

Benutze “Nein” viel häufiger in Deinem Alltag. Sage es freundlich mit einem Lächeln, jedoch bestimmt.

Sage “Ja”, wenn Du damit Deine zwischenmenschlichen Beziehungen und z.B. Deine Karriere förderst. Achte jedoch sehr genau auf Deine Zeit, die Du investierst. Wäge den Aufwand und den Nutzen ab und entscheide intelligent.

Nur weil Du einmal eine Aufgabe nicht übernimmst, ist nicht gleich Deine Beziehung zu Deinen Kollegen oder Deine Karriere zerstört. Ich bin überzeugt, dass Du die Situationen selbst am besten einschätzen kannst. Du darfst nur ein bisschen häufiger ablehnen.

Mit jedem “Nein” an den richtigen Stellen erhältst Du sofort und unmittelbar mehr Zeit für Deine Aufgaben und mehr Entlastung in Deinem Alltag. Du hast mehr Zeit für die Dinge, die Dich wirklich voran bringen und Du hast die volle Kontrolle.

Nutze diese Chance! Wenige andere Tipps haben ein solch enormes Potential, richtig viel Zeit und Nerven zu sparen.

Aufgaben, die Du nur aus Pflichtbewusstsein übernimmst oder um zu gefallen, bieten selten die Chance, Dich richtig zu begeistern und beeinträchtigen Deine Stimmung im schlimmsten Fall negativ.

Aktion des Tages – Mach es einfach!

Sage heute zu allen Gefallen und neuen Aufgaben “Nein”. Mach es einfach mal für diesen einen Tag und ohne Dir dabei zu schaden.

Erlebe, wie viel Zeit Du für die Punkte auf Deiner Aufgabenliste hast und wie Du diese einen nach dem anderen in Ruhe abarbeiten kannst.

Wirst Du das heute machen? Beobachte, was passiert, wie sich das anfühlt und wie viel Zeit Du damit sparst.

Tiefere Einblicke

Ich kann einfach nicht "Nein" sagen

Sag an den richtigen Stellen “Nein” und Du sparst Dir Unmengen an Zeit. Je nach Thema kann das zwischen wenigen Minuten und Stunden liegen – manchmal sogar Tage.

Es ist einfacher gesagt als getan. Das weiß ich selbst und ich bin bei Dir, wenn Du Dich schwer tust. Mir ging es – und geht es noch heute in manchen Situationen – auch so.

Du möchtest den anderen nicht vor den Kopf stoßen und auch nicht abweisen. Vielleicht bist Du sogar stolz darauf, dass Dir diese Aufgaben übertragen wird. Und die nächste auch und die nächste auch und… Was machen eigentlich die anderen?

Warum will der andere diese Aufgabe nicht machen? Solange sie in sein Aufgabengebiet fällt, kann und muss er diese selbst erledigen. “Keine Zeit” hin oder her, bei Dir sieht es schließlich nicht besser aus.

Vielleicht seid ihr Euch auch einig, dass nur DU diese bedeutende Aufgabe erledigen kannst – sonst kann das keiner. (Na, hoffentlich achtest Du auch auf Deine Gesundheit. Nicht auszudenken, wenn Du krank werden würdest.) Vielleicht sagt Dein Gegenüber das auch und schmiert Dir richtig Honig ums Maul, und Du fühlst Dich geehrt und wichtig.

Alles klar! Das hat er gut gemacht. Genieße die Massage Deines Egos und bade Dich in den Komplimenten. Vielleicht erleichtert Dir das Deine Überstunden, die Du nun wieder erbringen darfst oder den Stress, den Du hast, weil Deine anderen Aufgaben liegen bleiben.

Deine Aufgabe ist es, die Welt besser zu machen, nicht sie zu retten. Wird die Welt besser, indem Du Dein Wissen hortest wie ein Schatz und niemand anderen in die Lage versetzt, die Aufgaben zu machen?

Was ist, wenn Du im Urlaub bist? Oder krank? Oder vielleicht irgendwann die Firma wechselst?

Dein Unternehmen wird den Bach runter gehen und das alles nur, weil Du so egoistisch und selbstsüchtig warst!

Ich kann die Bitte eines Kunden nicht ablehnen

Vielleicht will Dich auch gar kein Kollege um ein Gefallen bitten, sondern ein Kunde.

Oh, oh!

Jetzt wird es noch schwerer, “Nein” zu sagen, richtig? Immerhin steht Deine Kundenbeziehung auf dem Spiel. Es geht um Geld und Image. Kannst Du das Anliegen einfach ablehnen? Vielleicht musst Du es auch gar nicht komplett ablehnen, sondern kannst es auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Was ist der Nutzen, der den Kosten gegenübersteht? Wäge diesen ab und entscheide dann.

Hemmungen überwinden und endlich pünktlich nach Hause

Sobald Du Deine Hemmung überwunden hast, klar und bestimmt “Nein” zu sagen, steht Dir für Deinen Feldzug zu einem pünktlichen Feierabend und mehr Freizeit nichts mehr im Wege.

Fang langsam an, indem Du zuerst kleine Gefallen zurückweist. Wie wäre es z.B. das nächste Mal, wenn Dich Dein Kollege bittet, die Post wegzubringen oder mit in die Kaffeepause zu gehen?

Sobald Du auf einen Termin eingeladen wirst – egal ob beruflich oder privat – und Du keine Lust darauf hast, sagst Du “Nein”.

Hast Du eine ungefähre Vorstellung, wie viel Zeit Du Dir dadurch sparst?

Mache es doch einfach einmal eine Woche oder zumindest 2-3 Tage. Du kannst hinterher auch sagen, dass ich Dich dazu gezwungen habe, falls sich Deine Kollegen beschweren, dass Du kein Teamplayer mehr bist. Früher konnten sie sich auf Dich verlassen – oder Dir ihre Arbeit zuschieben. Jetzt schaust Du nur noch nach Dir – und gehst pünktlich nach getaner Arbeit nach Hause.

“Ja” aus Pflichtgefühl

Wie oft hast Du in Deinem Leben nur aus Pflichtgefühl “Ja” gesagt, weil es vermeintlich der Anstand gebot oder von Dir erwartet wurde? Oder noch schlimmer: Weil Du DACHTEST, dass es von Dir erwartet wird und Dir hinterher aufgefallen ist, dass Du es Dir auch hättest sparen können.

Jetzt hast Du Dir auch einmal ein “Nein” verdient. Und nicht nur eines, sondern mehrere.

Vielleicht erlaubst Du Dir ab sofort pro Tag drei “Nein”, die Du beliebig verteilen darfst. Mach ein Spiel daraus und gönne Dir den Spaß.

Eine einfache Rechnung

Überlege mal: Du wirst um einen “kleinen” Gefallen gebeten, welcher vielleicht nur 60 Minuten dauert.

Diese 60 Minuten kannst Du allerdings nicht an Deinen eigenen Aufgaben arbeiten und Dich auch nicht mit anderen wichtigen Dingen beschäftigen. Möchtest Du dies an demselben Tag auch noch machen, bist Du gezwungen, 60 Minuten länger im Büro zu bleiben - 60 Minuten weniger Freizeit, weniger Zeit für Deine Partnerschaft, Deine Kinder, für Dich selbst.

Ab heute sagst Du “Nein” – sehr höflich und freundlich mit einem Lächeln, jedoch auch bestimmt und konsequent. 

Stell Dir einmal vor, wie viel Zeit Du allein dadurch sparst…

Muss ich jetzt immer “Nein” sagen?

Nein.

Das ist keine Frage von schwarz/weiß. Du darfst jedoch jedes Mal aufs Neue entscheiden, ob es Dir mehr Nutzen bringt, diese Aufgabe zu übernehmen oder ob Du mehr investieren musst.

Natürlich wirst Du nicht (dauernd) “Nein” zu Deinem Vorgesetzten sagen, wenn Du es in dem Unternehmen noch weit bringen willst. Natürlich wirst Du nicht “Nein” zu einem wichtigen Kunden oder einem wichtigen Geschäftspartner sagen. Wahrscheinlich wirst Du auch nicht “Nein” zu neuen Aufträgen sagen, die zwar nicht wirklich zu Dir passen, im Moment aber aufgrund einer Auftragsflaute doch willkommen sind.

Du wirst auch weiterhin Deinem Team eine starke Stütze sein und Deine Kollegen entlasten, solange es bei Dir möglich ist – ohne dass Du Deine Aufgaben vernachlässigst oder viele Überstunden machen musst.

Du wirst auch nicht “Nein” sagen, wenn Dein Partner Dich zum Fußball mitnehmen möchte oder Deine Partnerin zwei Karten fürs Ballett hat. Du wirst nicht dauernd “Nein” zu Deinen Kindern, Deinen Eltern und Deinen Freunden sagen.

Du wirst weiterhin eine tolle Partnerin oder ein toller Partner sein und die Interessen des anderen teilen. Du wirst mit Deinen Kindern auch die Dinge machen, auf die Du vielleicht weniger Lust hast, um mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Du wirst Deine Eltern unterstützen bei der Gartenarbeit, beim Holzhacken oder beim Schrankaufbau. Sie waren auch für Dich da. Du wirst auch weiterhin eine großartige Freundin oder großartiger Freund sein und für Deine Freunde da sein, wenn sie Dich brauchen.

Du darfst jedoch Dein “Nein” künftig häufiger einsetzen. Es geht um nichts Geringeres als Deine wertvolle Zeit. 

Ein “Nein” an der richtigen Stelle kann Dir unglaublich viel freie Zeit und Entlastung bringen.

Umsetzbar!?

Wie wirst Du diesen Tipp heute anwenden?

Welche Hürden und Schwierigkeiten siehst Du?

Warum funktioniert dieser Tipp bei Dir vielleicht nicht?

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Eine Antwort zu “Tipp #9: Sage „Nein“”

  1. Ja, umsetzbar. Und sobald ich die Erfahrung gemacht hatte, dass mein Gegenüber mein Nein gut verdaut, ging es immer leichter. Das Schöne ist, dass bei wohl gesetzten Neins, das Anfragen mit der Zeit weniger wurde, da sich andere vorher selbst gefragt haben, ob sie mir die Aufgabe wirklich abgeben müssen.
    Und wenn ich Zeit „über“ habe, biete ich meine Hilfe gerne an.

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